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Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 443
so wird sich nach Proportion auch die Be— völkerung ausdehnen: und überschreitet ihr diese
Regel; so erreichet ihr euren Zweck nicht. Alles ist
dann Mäander; alles istVerkehrtheit, welche immer auf Entvölkerung und Verheerung hinaus läuft.
Wenn eine Nation in Verfall geräth; so Wenn eine
überschreitet bey derselben die Volks ⸗Menge sa
ation in Ver⸗ all geräth; so
jederzeit das Vermögen. Die Dürftigkeit scheint überschreltet ruckweis hin und wieder nach Maaßgabe dessen, bey derselben
die Volks⸗
daß sie die Menschen vertreibt, geringer zu wer⸗ Menge jeder⸗ den. Daher spürten nothleidende Völker immer mögen Ver⸗
einige Erleichterung, wenn sie Schwärme von den Ihrigen fortschickten, in fremde Länder ein⸗ zubrechen und sich darinnen festzusetzen. Hier— gegen meynt aber die unächte Politik, alsdann müsse man für Vermehrung der Volks⸗-Menge sorgen, um dadurch die Schätze zu vermehren, und den Abgang im Staate wieder gutzumachen; und die Steuer konne immerhin die Schätze weg— nehmen, wenn sich nur die Menschen stark mehr⸗ ten, um die Schätze durch ihre Arbeit zu ver⸗ stärken und sie fortdauernd zu machen. Würde wohl der Ackermann, der seinen Pferden das Futter beschneiden müßte, auf stärkere Pferde⸗ Menge zu seiner Bereicherung denken?— Also ist die unächte Politik, die solchen Mißgriffen nachhängen kann, sehr blind und sehr regellos. In den Provinzen folgt die Abnahme der Bevolkerung nicht so gleich auf die Abnahme der Schätze: denn wenn die Landes-Cultur nach⸗ läͤßt; so werden die Einkünfte zu nichte, ehe der Erdboden den Einwohnern noch gönzlich die Nahrung versagt, indem sich die Einwohner durch ihre schwachen Arbeiten immer noch kleine und elende Aerndten zu ihrem eignen Unterhalt verschäffen können. Allein man kann sie dann
doch


