xxxin Vorrede des Verfassers.
„ein erfahrner Mann seyn müsse, um diese Worte gehö⸗ Ihin »rig definiren zu können. Aftn „J4. Einer der größten Mängel, die in den mora— Ellahat: »lischen Schriften gewisser Philosophen wahrzunehmen ob. „sind, besteht darinnen, daß sie die Pflichten mit den Tu⸗ der Zint „genden vermengen, oder doch bloßen Pflichten den Na— die Mos „men von Tugenden beylegen, so daß sie der Tugenden vhalg „eine unzählbare Menge zusammenbringen, da es doch vMigung »eigentlich nur Eine Tugend giebt, OrdnungsLiebe. vhubel: „Dieß erregt allenthalben Verwirrung, und macht diese„ln s „Wissenschaft so verwickelt, daß ziemlich schwer abzusehn Aast, uu »ist, was man zu thun habe, um ein vollkommen recht⸗ udle „schaffener Mann zu seyn. ů„ott⸗ un „5. Sichtbarlich muß die Tugend den, der sie be⸗ IanSlat „sitzt, tugendhaft machen; gleichwohl kann ein Mensch un an „»seinen Pflichten nachkommen, und mit Leichtigkeit demü— f „thige, großmüthige, freygebige Handlungen ausüben, Rundhi »ohne wirklich Demuth, Großmuth und Freygebigkeit zu 00 h „besitzen. Ohne Ordnungs-Liebe also ist die Neigung,„bat/ k „dieser oder jener von unsern Pflichten nachzuleben, nicht chene „eigentlich Tugend. Wenn man seinen Pflichten nach⸗ ylahe zu „kömmt; ist man in den Augen der Menschen tugendhaft: Wansche „wenn man seinen Freund Theil an seinem Vermogen oshn, m »nehmen läßt; wird man für freygebig und großmüthig un u »geachtet: aber man ist darum nicht immer, was man n „zu seyn scheint; und wer die äußerlichen Pflichten der mi „Freundschaft nie unterläßt, so fern ihn nicht die Ord⸗ n „nung, die allein unser unverbrüchliches Gesetz ist, daran Her „verhindert, der kann zwar zuweilen ein ungetreuer Freund h „zu seyn scheinen, ist aber ein desto ächterer und getreue— Aaen „rer Freund, oder wenigstens ist er tugendhafter und An „liebens⸗ ö


