Teil eines Werkes 
1: Victors de Riquetti, weyland Marquis von Mirabeau, ... Landwirthschafts-Philosophie, oder Politische Oekonomie der gesammten Land- und Staats-Wirthschaft. 1
Entstehung
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Vorrede des Uebersetzers. xI

bar und dem Wechsel unterworfen sey. Die vermeynt lichen Praktiker, die sich Ausnahmen von dieser Maxime erlauben oder den Abweichungen davon herkommlich an hängen, mögen nur ja nicht gegen die Theoretiker prah len, mogen doch ja nicht gegen die Oekonomisten von ei⸗ ner Erfahrung reden, an deren Prüfung es ihrem System fehlen soll. Die Oekonomisten verwerfen kei nesweges die Leitung der Erfahrung, hängen keineswe ges den Täuschungen einer willkührlichen, auf bloße Hy pothesen gebauten Theorie nach, opfern das wirklich große und erreichbare Gute keinesweges glänzenden Chimären einer idealischen Vollkommenheit auf. Nur streite man aber nicht um Worte, sondern verstehe sich.

Erfahrung kann so wohl in Künsten, als bey dem Verhalten im menschlichen Leben Statt finden; sie kann eben so wohl Grundsätze, als Modelle zur Vollkommen⸗ heit bringen. In der einen Bedeutung läßt sich der Künst⸗ ler, der seine Maschine genau nach dem Modell seines Vorgängers zusammensetzt, von der Erfahrung leiten: aber in dieser Bedeutung ist auch jede Verbesserung, die man jemals vorgenommen hat, eine Abweichung von der Erfahrung, eine Neuerung gewesen. Der er ste Mensch, der sich eine Hütte baute, um nicht mehr in einer Berg-Höhle zu wohnen, machte in diesem Sinn eine Neuerung, indem er sich über die Erfahrung erhob. Wer ihn deßhalb tadelte,(und an trägen Schlen⸗ drians⸗Knechten, die ihn tadelten, wird es vermuth lich nicht gefehlt haben,) konnte es nur in dem Sinne thun, daß er sich selbst und seines Gleichen aus neidischer Trägheit zum unverbesserlichen Zustande der Thiere, die oh⸗ ne Vernunft bloß nach Instinct handeln, herabwürdigte.

Um

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