Teil eines Werkes 
2 (1784) Vermischte Schriften physisch-medicinischen Inhalts. 2
Entstehung
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dephlogistizirte Luft. 7

dern daß man sie öfters einziehen kann, ohne fie bis zum gewöhnlichen Stande der atmosphärischen Luft herabzu⸗ würdigen. Ich füllte eine Ochsenblase, die beyläufig hundert siebenzig Kubikzoll enthielt, mit einer dephlogi⸗ stizirten Luft, und athmete sie mittelst eines daran befe stigten Federharzfläschchens vierzehnmahl ein und aus. Ich legte dieses Fläschchen, dessen Boden zu diesem Ende ab⸗ genommen war, genau um die Nase an, und gab wohl Acht, daß die gemeine Luft nicht in die Blase gieng, noch daß die Luft aus der Blase entwischte. Nachdem ich solchergestalt vierzehen Züge gethan hatte, unterzog ich diese Luft der Salpeterfäureluftprüfung, um die Verschlimmerung, welche sie bey dem so oftmahligen durchgange durch meine Lunge erlitten hatte, genau zu bestimmen, und sie übertraf noch an Güte die gemeine Luft in dem Verhältnisse, wie 116 zu 94. Ich wiederhohl te das nämliche mit einem beynahe gleichen Ausgange. Ich befand mich an selbigem Tage wohl, hatte eine grössere Eßlust, als gewöhnlich, und schlief des Nachts viel ruhiger.

Hätte ich diese Lebensluft nicht öfters selbst einge⸗ athmet, wobey ich manchsmahl über siebenhundert Ku⸗ bikzoll verzehrte, und hätte ich mich hierauf nicht be⸗ ständig wohl befunden, und gleichsam viel kräftiger, so hätte ich zweifeln können, ob nicht der gute Erfolg, den

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