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Die Wäsche der Wolle und ihr Interesse für Woll-Producenten, Fabrikanten und Händler / von J. C. Possart
Entstehung
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Im Jahre 1834 endlich konnte man dem Andringen des Manufactur-Standes nicht länger widerstehen, er suchte deutlich zu machen, daß dieses Verbot, wenn es länger in Kraft bliebe, zuvörderst alle Fabrikanten ruiniren, demungeachtet aber den Werth der Wolle Frankreichs nicht heben würde.

Die Kammern wagten trotz dem nicht entscheidend einzuschreiten, und erst nachdem sie geschlossen waren, setzte eine Königliche Ordonnanz den Zoll um 11 Procent herab.

Auch der Unterschied zwischen Schweiß kalt gewasche⸗ ner- und heiß gewaschener Wolle wurde aufgehoben, so daß, wenn man von Seiten Deutschlands heiß gewaschene Wolle nach Frankreich einführt, der dritte Theil an Fracht, Spesen, Ausgangs⸗, Durchfuhr- und Eingangs-Zoll wird gespart und dies Product demnach den französischen Fabrikanten um so viel billiger wird geliefert werden können.

Es könnte sein, daß ein großer Theil deutscher

Schafzüchter der Meinung wäre, dieser Vortheil sey nur ein vorübergehender, und nicht geeignet, die Kosten einer Aenderung im Wasch-System aufzuwiegen, da die

französischen Wollproducenten schon mit ihren Preisen ö

heruntergehen würden, wenn die Concurrenz von Außen sie dazu zwingt. Dem ist aber nicht so, und ich werde zu beweisen suchen, daß, selbst wenn die französischen Wollen bedeutend herabschlügen, die feinen Wollen Sach sens und Preußens herangezogen werden würden.

Um diesen Beweis zu führen, werde ich nichts nöthig haben, als die Abhörung eines der ersten Tuch fabrikanten Frankreichs, welche im Monat October 1834

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