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Die Wäsche der Wolle und ihr Interesse für Woll-Producenten, Fabrikanten und Händler / von J. C. Possart
Entstehung
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behandelt man sie mit flüssiger schwefliger Säure: so er hält sie allerdings einen höheren Grad von Weiße, aber diese Behandlung zieht den Nachtheil herbei, daß die Wolle, folglich auch das Fabrikat, hart wird, und an ihrer Festigkeit leidet, so wie auch, daß sie nach einiger Zeit trotz der Schwefelung wieder gelblich wird.

5) Verliert die Wolle durch dieses entgegengesetzte und widernatürliche Verfahren außerordentlich in ihrer Güte und Geschmeidigkeit, wenn sie mehrere Tage und Nächte in einem nassen Zustande sich befindet, darin un terhalten und zugleich die Transpiration des Thieres ge hindert wird. Die Hornhaut der Wolle wird dadurch zu sehr erweicht, durch die Nässe ausgedehnt und vergröbert.)

6). Eben diese unterdrückte Transpiration ziehet bei kränklichen und anbrüchigen Schafen unvermeidlich, besonders wenn kalte und regnerische Witterung nach der Schwemme erfolgt, den Tod nach sich, indem das nasse Thier zuweilen 8 Tage in der schweren Last des durchnäßten Vließes herumgehen muß, während welcher Zeit die Wolle gewöhnlich unreiner, als vor der vorge nommenen Wäsche wird, und dadurch den Keim zu rödt lichen Krankheiten, ja oft den augenblicklichen Tod her beiführt, weil es überhaupt der Natur der Schafe

) Fast mit denselben Worten drückt sich über den Nachtheil des Schwemmens der Schafe der Herr Staats-Rath Thaer in seinem BucheFeinwollige Schafzucht aus, nämlich:Es hat ferner einen üblen Einfluß auf die Güte und Schmeidig keit der Wolle, wenn durch die kälte Nässe die Hautabsonde rung vor der Schur unterdrückt und zurückgetrieben wird.

A. d. V.

) Wenn es in der That der Natur der Schafe zuwider seyn sollte, benäßt zu werden, wenn die heiße Sonne der Europai schen Halbinsel den sie bewohnenden Schafzüchtern nicht

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