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Die Wäsche der Wolle und ihr Interesse für Woll-Producenten, Fabrikanten und Händler / von J. C. Possart
Entstehung
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nicht angemessen ist, benäßt zu werden, besonders, da das dichte Vließ der Merinos und der von ihnen abstammenden Mestitzen ohnehin weit schwerer trocknet, als von gemeinen Schafen.

7) Da ein gut genährtes, gesunde, ausgewachsenes leonisches Mutterschaf beiläufig 6) Pfund ungewaschene Wolle auf sich trägt, und die Mestitzen nach und nach sich den Originalen nähern sollen: so liegt es in der Natur der Sache, daß das Schafschwemmen bei stufen- weiser Vervollkommnung nicht mehr angewendet werden kann; denn wie könnte ein solches Thier nebst der Last seines natürlichen Pelzes zugleich auch eine 3⸗ auch Amal größere Wasserlast, die dessen Vließ während der Wäsche eingesogen hat, bis zur allmäligen Trockniß herumtragen?

Bei dünfelligen Schafen läßt sich dieses wohl eher bewerkstelligen, wiewohl immer auf Kosten der Gesundheit, aber nie ohne große Gefahr und Schaden bei den dicht wolligen Merinos, der beängstigenden und grausamen Be handlung, welcher die Schafe bei dem Schwemmen aus gesetzt sind, hier gar nicht einmal zu erwähnen.

Diese Betrachtungen, die auf den Wohlstand des Staates und seiner individuellen Bewohner eine wichtige Beziehung haben, veranlaßten mich, in Spanien die dort gebräuchlichen Wollwäschereien genau zu untersuchen, und Pläne davon zum Besten derer, die davon Gebrauch

schnell wirkend genug scheint, um ohne Nachtheil für die Merinos die Vließe auf ihrem Rücken zu trocknen: wie konnte man es wagen, diese zarten Thiere in den Theilen von Europa, wo man während der Schurzeit manchmal einen Mantel trägt, um sich noch(ich spreche hier nicht einmal von den zweischüri gen Heerden) vor Kälte, Wind und Regen zu schützen, zu schwemmen oder zu waschen? A. d. V.