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Die Wäsche der Wolle und ihr Interesse für Woll-Producenten, Fabrikanten und Händler / von J. C. Possart
Entstehung
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Jahren die bedeutendsten Fortschritte gemacht hat, so lange bei diesem alten Verfahren, den Fortschritten der Zeitumstände zuwider, stehen bleiben konnte, da man doch in Spanien, Frankreich, England und Italien schon lange von dieser sehr unzweckmäßigen Manipulation im Allgemeinen abgegangen ist, auch die Wolle in mehreren dieser Länder größtentheils auch nach der Schur und darauf erfolgten Sortirung wäscht. Die Nachtheile, welche hieraus entspringen, sind vielfältig und sehr bedeutend:

1) Bleibt bei Verschiedenheit der Wäsche auf dem Rücken der Werth der Wolle und das Gewicht der Vließe immer precair, welches im Handel zwischen dem Erzeuger und Käufer aus dem Grunde das wechselseitige Vertrauen schwächt, weil es ungewiß ist, wie viel eigent⸗ lich Wolle und wie viel Schmutz in einem Sacke ent halten ist, welches den Handel ins Ausland nicht wenig erschwert, und dadurch ein immerwährender Mißcredit zum Nachtheil der Waaren genährt wird.

2) Läßt sich die Wolle der Merinos und Mestitzen dieser Art, wie die Erfahrung lehrt, durch das Schwem men nicht rein bringen. Alles Fett und die damit ver einigten Unreinigkeiten bleiben, ohne daß sie das kalte Wasser angreift, in der Wolle zurück.

3) Durch die unvollkommene Wäsche auf dem Körper des Thieres wird der Werth der Wolle nicht nur äußerst schwankend erhalten und sie daher nicht nach ihrem wahren Werthe gewürdigt und verkauft, sondern dieser Manipulations-Fehler vermehrt auch zugleich zweckwidrig zum Nachtheil für den Absatz ins Ausland