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Handel so nöthige wechselseitige Vertrauen vernichtet wird. Nebst diesen gegründeten Beobachtungen ist es nicht schwer, einzusehen, was für Wirkungen ein mit Wasser angefüll— tes Vließ auf den Körper des Thieres hervorbringen muß(besonders wenn solches mehrere Tage und Nächte dauert) dem die Feuchtigkeit gefährlicher als jedem andern Thiere ist. Wie leicht ist es möglich, daß nach dem Schwemmen, wie dieses öfters in dieser Jahreszeit zu geschehen pflegt, regnerische Witterung einfällt: sollen die aus den nassen Vließen in die Stallungen aufsteigenden Dünste während mehrerer Tage und Nächte keinen nach— theiligen Einfluß auf die Gesundheit dieser edlen Thiere haben? Die Reinlichkeit und Beschaffenheit der Wolle erfordert eben so dringend, wie die Gesundheit dieser nütz⸗ lichen Thiere die Aufhebung eines so zweckwidrigen Ver— fahrens, als das Schwemmen der Schafe ist, welches so sehr das Interesse des Erzeugers lähmt und nur durch den Schlendrian bei dem edlen Vieh bisher erhalten werden konnte. Für die Fortschritte der Veredlung der Wolle, für den weitern Schwung unserer Fabriken, für das Aufblühen dieses mächtigen National-Kulturzweiges, so wie für ihren leichtern Absatz an fremde Käufer, ist es aber unumgänglich erforderlich, dieser bisher bestande— nen, so verderblichen und ganz zweckwidrigen Manipula— tion, wie das Schwemmen der Schafe ist, um die Wolle dadurch nur nothdürftig zu reinigen, ein Ende zu machen, und die Herren Oekonomen auf mehrerlei zweckmäßige Waschmanipulationen, die mit dem Stande der Edelheit unserer Schafe besser harmoniren, aufmerksam zu machen. Es ist in der That auffallend, daß man in der Oesterreichi— schen Monarchie, wo doch die Schafzucht seit vielen


