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ordentlich ihr Oberhaupt, so sie Capitain nennen, welcher den Lohn mit denen Majorals accordirt, beim Scheeren mit denen Majorals Aufsicht führt, daß das Vieh nicht zu viel gestochen oder geschnitten wird, die Wolle zusam— menwickeln und aufhäufen hilft.
Wenn ein Schaf geschnitten oder gestochen wird, so bestreuen sie die Wunde mit etwas Erde, so sie Morena nennen, und dem Ansehen nach Erde von Kohlenstätten ist.
Ad 2.) Ein Theil Wolle von denen Merinos transumos Leoneses wird ungewaschen nach London und Amsterdam geführt, da solche sodann von den Comissio— nairs verkauft wird. Ein Theil davon wird an die Königlichen Tuchfabriken verkauft, uud einige wird auf Kosten der Schäfereibesitzer gewaschen.
Bei der Cabanna des Marques da Iranda wird solche seit einigen Jahren nach der Schur gewaschen und sodann in Säcken nach London gebracht, wobei fol— gende Prozedur beobachtet wird:
Der größte Theil derer Merinos transumos Leoneses wird, nachdem er zu Ende des Monaths April aus Estremadura zurück nach seinem Sommeraufenthalt in Altcastilien und Leon gehet, in der Gegend von Segovia Soria und denen dortigen Gegenden geschoren, mithin sind auch daselbst die gehörigen Anstalten zum Waschen zu finden, welche ich zwar(weil ich in selbiger Gegend nicht zu reisen Zeit gehabt habe) nicht mit Augen gesehen, jedoch so viel möglich mir beschreiben lassen. Gleich nach der Schur und vor der Wäsche geschieht vors Erste das Sortiren, welches von einem besonders dazu bestellten und darauf gelernten Mann verrichtet wird.
Es wird solche in vier diverse Sorten getheilet,


