Schweißes einen Glanz und Ausehen bekommen, so sich auch bei der Wäsche nicht verliert.
Diese auf einen ganzen Tag zur Schur bestimmten Schafe werden am Tage der Schur so zur Weide gelassen, wie nach und nach denen Cabannas oder Heerden die Wolle abgenommen ist, weil einem dick geweideten Stück Vieh bei dem Scheeren leicht und viel eher, als wenn es nicht gefressen, ein Uebel wiederfahren, so solchem leicht den Tod verursachen kann, damit aber die letzt an die Schur kommenden selbigen Tages nicht ohne Futter bleiben mögen, lassen sie das Scheeren früh anfangen und endigen solches Nachmittags gegen 4 Uhr.
Bei veränderlichem Wetter pflegen sie lieber das Vieh 30 und noch mehrere Stunden hungern zu lassen, als solches gleich von der Weide auf den Schurplatz zu bringen. Vor dem Ausgange oben erwähnten Stalles pflegen sie Netze in Figur eines länglichen Vierecks zu stellen, wovon die schmale Seite am Ausgange aus dem Stalle offen bleibt. Hierein werden die Schafe nach und nach gelassen, von dem darin stehenden Hirten, so wie es die Forderung derer Scheerer verlangt, gefangen mit allen vier Beinen, durch ein einziges Band zusammen gebunden, und denen Scheerern, so alle stehend scheeren, zugetragen und auch von letzteren geholt. Die Scheerer werden bei einigen Cabannas nach dem Stück zu 6, 7 bis 84 Quart,(welches letztere ein Keal da Vellon und ohngefähr 1 Gr. 75 Pfennige beträgt), bezahlt. Auf anderen hingegen bezähle man sie nach den Tagen.
Jeder Majoral hat seine bestimmten Scheerer, welche nach Proportion der Cabannas aus 23 à 300 und noch mehreren bestehen. Eine solche Scheergesellschäft hat


