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Praktische Anleitung zum zweckmäßigen Anbau der Runkelrüben : für den betriebsamen Landmann verfaßt von einem sachverständigen Landwirthe
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nigra) nicht vergessen sollten. Diese ist ja die zucker⸗ füßeste Rübe bei der ganzen Landwirthschaft. Ich glaube nicht, daß ein Pfund von dieser Rübe nicht so viel Zu⸗ ckerstoff in sich hätte, als 2 3 Pfund Runkelrübe? Jene wachst zwar nur auf 2 3 höchstens his 5 6 Pfund Schwere, aber beinahe ohne alle Mühe: denn, die in Deutschland bekannte Behandlung dieser Rübe heißt nichts. Dieselbe will nicht versetzet, nicht gepflanzt/ sondern der Saame gesdetz werden, nicht anders, als der Waitzen, breitwürfig; so wie wir auch ihre Zeitgenoßen und Wuchskameraden, die zwei Gattungen Melonen, auch den Kürbis, eben so, wie alle bekannte Feldfrüchte, anbauen risum teneatis amici denn diese Rübe zu versetzen ist exelusive nichts nutz. Sehe man das übrige in der Cultiv. Landwirthsch. I. Band S. 54. 515. Thäatige Zuckerspekulanten! nicht verzagt! der Rübenzucker ist nur eingewiegelt, und nicht begra⸗ ben. Die zermalmte Steckrübe, nach der ersten Aus⸗ preßung mit Runkelrübensaft benetzt, und wiederhohlt tüchtig ausgepreßt, und aus dieser Saftmischung Zucker gemacht, wird noch Euch goldene Denkmünze verschaf⸗ fen, wann und wo? das kann ich nicht errathen.

9. 22.

Daß das Abblättern der Runkelrüben, in Betreff des Zuckerstoffes nachtheilig sey, kann ein jeder begreifen. In Ansehung der Stallfütterung aber, ist es ein nam⸗ hafter Nebennutzen. In der Cultiv. Landw.(S. 529. Zeile 18. ff.) steht das Folgende wörtlich:Ein, mit Runkelrüben gut bestellter Jochacker(1200 ◻8)/ 13 Pfund Rübenblätter auf ein Stück Kuh gerechnet,