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Praktische Anleitung zum zweckmäßigen Anbau der Runkelrüben : für den betriebsamen Landmann verfaßt von einem sachverständigen Landwirthe
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lichen Kostenaufwand erzielte, ber der Erdfläche gewacht sene Runkelrüben, nicht nur viel mehr und eben so gu⸗ ten Zucker liefern können, als ein Centner von denen unter der Erde gewachsenen, mit eben so viel Aufwand und Mühe erzielten derlei Rüben geben können: sondern von den ersten hat man vielleicht noch bessern Saft zu er⸗ warten, und das Viehfutter ist dabei immer doppelt.

Gesetzt aber, doch in keinem Fall zugelassen, daß die Rüben unter der Erde mehr und bessern Zuckerstoff in sich concentriren können: so unterfange mich hiemit den Zucker⸗Spekulanten geziemend und wohlmeinend anzu⸗ rathen, daß sie die bedeckte Rüben unbedingt in die ob⸗ bedachte Schanzen bestellen, und solche bei jeder Beha⸗ ckung stufenweiß ausdecken, und gleich wieder mit frischer lockern Erde ganz bis zu die Krone bedecken wollten; da⸗ mit die Rüben in dieser halbfreyen Lage nicht nur die Kraft der Muttererde, sondern auch jene der Luft und Sonne, des Rebels und Regen gleichsam genießen kön⸗ nen. Auch darf ich ihnen, und zwar verläßlich anra⸗ then, daß sie ihre, zur Zuckerfabrikation zu erzielende Rübensaamen nicht eher, als erst am Georgii Tag, in kalten Gartenbeete aussäen, und die Setzlinge in letz⸗ terer Hälfte des Monats May zu versetzen wollten; wo⸗ mit die Rüben rasch fortwachsend, in kurzer Zeit als son⸗ sten, zarter, saft⸗ und zuckerstoffreicher werden sollen. Dieses könnte, glaube ich, zur Coucentrirung des Zucker⸗ toffes das meiste beitragen.

Auch will ich noch ihnen in Erinnerung bringen, daß se jene, vielleicht die alleredelste Rübengattung, die man zwischen mehrern Namen, womit man solche zu bezeichnen wlegt, Steckrübe nennt(napus sativa, radice