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Praktische Anleitung zum zweckmäßigen Anbau der Runkelrüben : für den betriebsamen Landmann verfaßt von einem sachverständigen Landwirthe
Entstehung
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Bei der ersten Behackung, wo die Rüben noch nur Finger⸗, höchstens Daumdick sind, darf man mit den Pflanzen sorgfältig umgehen; damit sie etwas zwar be⸗ wegt und von dem festen Erdreich befreyt, doch nicht verrückt, sondern in ihren Standorten, wieder mit fri⸗ scher lockern Erde umgegeben werden.

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Nun fängt schon jene berüchtige Manipulation an, wo die, im wirthschaftlichen Betracht groß zu wachsen sol⸗ lende Runkelrüben einiger Maaßen ausgedeckt und von dem Erdreich befreyt werden pflegen. Hiemit muß man aber noch dießmahl sehr vorsichtig umgehen, und nur manche von den dickesten, beiläufig ein Finger breit hoch unbedeckt lassen. Bei der zweiten freyen Behackung aber, wenn die Rüben schon 2 bis 3 Zoll, und Faust dick sind, können dieselbe so weit entblößt werden, als ihr aus der Erde ragende Theil, ohne Wurzelästen, ganz kahl und glatt aus der Erde bleiben kann. Wenn man aus ungefähr ein oder anderes Wurzelästchen, jedoch nur bis auf dessen Spitze, die unter der Erde bleiben muß, uubedeckt läßt: so wird man erfahren, daß so ein Ast noch einmahl so dick werden wird, als wenn er unter der Erde geblieben wäre. Ein Beweiß, daß das Ausdecken zu die Vergrößerung der Rüben wirklich beitrage.

Ob nun solche Runkelrübe unter der Erde mehr Zu ckerstoff und weniger Erdtheile in sich amalgamirt haben wird, als eine der Luft und der lieben Sonne ausge⸗ setzte, ungedeckte Rübe, weiß ich zwar verläßlich nicht; zweifle aber sehr daran. Wenn die Behauptung Achards als stichhältig betrachtet werden könnte: auch in diesem Falle bleibe ich fest dabei, daß 2 Centner mit dem nehm⸗