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Gleich nach der allerletzten Begießung der Pflanze, sey sie die erste, zweite oder dritte, ist gleich viel, wel⸗ che aber immer nur gegen Abend geschehen soll, oder, nach einem Regen, der vielleicht das Begießen unnöthig
machte, entweder am nehmlichen Abend, oder auch am andern Tage, bevor die Sonne zu gewaltig werden sollte, bedecke man die feuchte Erde um die Pflanze, das Lager rund um die Pflanze auf eine Handbreite, mit Breselerde finderdick und locker, und lasse es, die Begießung betref⸗ fend, auf immer dabei. Wenn die Hitze, besonders um diese Zeit, gleich im hohen Grade wüthen sollte: doch ist sie nicht im Stande dagegen etwas zu vermögen, die Pflanze bleibt im feuchten Lager, die Sonne dringt nur nothwendiger Maaßen durch die lockere Erde, und der Wind kann es, wie sonst der Fall zu seyn pflegt, nicht verhürten, oder gar zu Scherbe verwandeln.
Geschieht es, daß nach einem langwierigen oder auf einen Platzregen eine Dürre sich einstellen sollte, wodurch das Erdreich um die Pflanze harte Rinde bekäme: so hat man dagegen die heilsamste Medicin, solches ohne Zeit— verlust, auch wenn gleich die Zeit zur Behackung in Hin— sicht des Unkrauts noch nicht eingetretten wäre, aufzu⸗ lockern.
§. 20.
Die Behackung der Runkelrüben wiederhohlt man so viel mahl, als es das Unkraut befiehlt. Wenn der Sommer zu regnerisch ist: so weiß ich, daß man die— selbe dreimahl sicher behacken müße. Selten geschieht es nur zweimahl, und nur in unkrautlosen magern Boden,
der schon aus dieser Ursache kein eigentlicher Runke lrüben⸗ boden seyn kann.


