Druckschrift 
Praktische Anleitung zum zweckmäßigen Anbau der Runkelrüben : für den betriebsamen Landmann verfaßt von einem sachverständigen Landwirthe
Entstehung
Einzelbild herunterladen

auch mittelst des passendesten Fruchtwechsel leicht auszu⸗ weichen weiß. §. 18.

Gesetzt nun, daß der Acker mit Pflanzen bestellet worden: so hat man darauf zu sehen, daß taugliche Setzlinge in Reserv bleiben, wovon man gleich am drit ten und folgenden Täͤgen nach der Hauptversetzung/ die etwa ausgestorbene Stücke austauschen könne. Je eher man den Rubenacker auspflicket; desto besser ist es: denn, die am ersten gut versetzte taugliche Pflanzen gedeihen so rasch, daß selbe jene 14 Tage später nachgesetzte Stücke, in dem Wachsthum doppelt und dreifach überteffen.

Sonst hat man mit diesem Nachsetzen sehr wenig Mühe: denn die Runkelrüben sind so beschaffen, daß von 2 3 Hundert tauglichen, eines tüchtigen Feder⸗ kiels dicken, gut versetzten Pflanzen kaum eine einzige ju Grunde geht. ö

Ich begieße zwar die im Felde jochweiß bestellte als lerhand gesetzte Pflanzen/ wenn die Witterung es for⸗ dert und ich es bestreiten kann, zwei bis dreimahl nach einander; jedoch nicht immer. Wenn auf die versetzte Runkelrübenpflanzen 2 3 neblichte Täge folgen: so ist die allererste Begießung hinlänglich. Wenn aber die Täge sonnenheiß sind: so ist es nothwendig die Plantage, und zwar überhaupt, wenn die Täͤge brennheiß/ und die Nächte gelind sind, nach der Jausenzeit; wenn aber die Nächte beißend zu werden scheinen, in der Frühe, noch ein⸗ bis zweimahl zu begieß en. Ich will aber noch etwas dazu sagen, was der Landmann bei Verpflanzung aller Art von Setzlingen nie aus dem Auge lassen soll.

3*

X