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Wir müssen erst bestimmen, wie viel Streu im Walde liegen bleibt und wie viel von den Berechtigten be— nutzt wird und benutzt werden kann, um den Acker in dem besten Kulturzustande zu erhalten, der durch die Waldstreu zu bewirken möglich ist. Hierbei den bloßen Angaben der Berechtigten zu folgen, wird nicht zulässig seyn, und es wird deßhalb zuerst das Bedürfniß an Streumaterial, außer dem selbst gewonnenen, für jeden Streuberechtigten auszumitteln seyn. In wie fern der eigene Stroh- und Futter-Gewinn dabei ganz in Anrech⸗ nung kommen kann, oder in wie sern der Streuberech—⸗ tigte über diesen anderweitig zu disponiren befugt ist, muß als Präjudicialfrage betrachtet werden, deren Be⸗ antwortung nicht hierher gehört.
Sehr schwierig dürfte es jedoch hierbey häufig auch seyn, das wirkliche unentbehrliche und no⸗ thige Streubedürfniß zu fixiren. Bei unsern fruchtba⸗ ren Aeckern kann man bestimmen, wie oft sie gedüngt werden müssen, um den höchsten Ertrag zu geben und wie viel Dünger dazu nöthig ist— ein Mehreres als nöthig, ist nicht mehr vortheilhaft, sondern nachtheilig, da das Getraide dann zu geil wächst, vertrocknet ꝛc. Ganz an— ders ist das mit dem Gebrauche der Waldstreu auf den ganz magern Sandäckern, hier kann, wenn nur nicht zu viel animalischer Dünger damit verbunden wird, nie zu viel auf den Acker gebracht werden, da sie wirklichen Humus erzeugt. Wenn die Waldstreu ohne Beimischung von animalischem Dünger vollständig verfault ist, so kann man den Sand Fuß hoch damit überfahren und dann mit ihr vermengen und dadurch den Boden verbessern.


