Druckschrift 
Ueber Befreiung der Waelder von Servituten im Allgemeinen, so wie über das dabei noethige und zweckmaeßige Verfahren nach Vorschrift und Anleitung der in den Preußischen Staaten deßhalb erschienenen Gesetze : eine Huelfsschrift bey Servitutabloesungen fuer Forstbesitzer, Forstverwalter, Servitutberechtigte und Theilungskommissarien / von Dr. W. Pfeil, Königl. Pr. Ober-Forstrathe, Prof an der Univ. zu Berlin
Entstehung
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früher schlecht gewesen seyn Deßhalb scheint es auch, daß hier eine nie zu lösende Aufgabe gegeben ist, den Weideertrag so zu berechnen, als wenn der Holzbestand mittelmäßig sey. Es dürfte aber auch für den Weide berechtigten gar nicht so wichtig seyn, den Holzbestand des Waldes nur mittelmäßig anzunehmen. Mittelmäßiger Holzbestand setzt immer voraus, daß die Zweige der Bäume sich berühren, denn sonst ist er schlecht, und ob dann etwas mehr oder weniger Stämme vorhanden sind, hat auf den Weideertrag wenig Einfluß. Dagegen wird die Holzart und Bewirthschaftungsweise des Wal des viel wichtiger in dieser Hinsicht seyn. Eichen und Buchen lassen nicht halb so viel Gras erzeugen, als Bir⸗ ken, Weiden und Pappeln, ein Lecjähriger Umtrieb giebt noch einmal so viel Weide als ein 6ojähriger. Deßhalb müssen diese beiden Gegenstände vorzüglich bei der Be rechnung der Waldweide berücksichtigt werden und die Bestimmung wird nicht unbeachtet bleiben dürfen:

daß die Waldweide nach der ursprung lich im Walde vorhandenen Holzgattung und dem bisher stattgef undenen Umtriebe berechnet werden muß. Immerhin wird dann der Holzbestand so angenommen werden können, als er bei einer regelmäßigen Wirthschaft seyn kann, d. h. ge schlossen. Im andern Falle wird es einen Anhal⸗ tungspunkt bedürfen, um dem Worte mittelmäßig die gehörige Deutung zu geben.

9. 133. bestimmt, daß die Abschätzung der Wald weide, wo dem Waldbesitzer die Befugniß zur Waldkul⸗