Druckschrift 
Ueber Befreiung der Waelder von Servituten im Allgemeinen, so wie über das dabei noethige und zweckmaeßige Verfahren nach Vorschrift und Anleitung der in den Preußischen Staaten deßhalb erschienenen Gesetze : eine Huelfsschrift bey Servitutabloesungen fuer Forstbesitzer, Forstverwalter, Servitutberechtigte und Theilungskommissarien / von Dr. W. Pfeil, Königl. Pr. Ober-Forstrathe, Prof an der Univ. zu Berlin
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Von dem Einflusse der Servituten auf Vermehrung oder Verringerung des Gesammteinkommens aus den Wäldern, der deßhalb nöthigen Aufhebung oder des vortheilhaften Bestehens derselben.

Wir haben versucht, die Nachtheile welche die Servi— tuten für die Wälder haben, bei jedem einzelnen unbe— fangen darzustellen. Daß sie das Einkommen des Wald— besitzers aus ihnen schmälern, gehet allerdings daraus hervor, liegt aber auch in der Natur der Sache, denn das getheilte Eigenthum kann nicht so viel Ertrag ge— ben als das ungetheilte. Eben so wird schwer zu be— streiten seyn, daß sie beinahe alle mittelbar oder unmit telbar, mehr oder weniger, die Holzerzeugung verrin— gern. Das berechtigt uns aber immer noch nicht, sie un— bedingt als nachtheilig für den Nationalwohlstand zu er—⸗ klären. In dieser Hinsicht ist es gleich, ob das Ein— kommen aus den Wäldern der Waldbesitzer oder der Be— rechtigte erhält. Eben so kommt es nicht darauf an, ob durch sie Holzerzeugung geschmälert wird, sondern es ist die Frage: ob durch sie der Ertrag der Wälder überhaupt eine Verringerung er⸗ leidet?— Dem Staatswirthe ist es gleich, welche Art der Walderzeugung den Ertrag giebt, er wilhnur, daß dem Boden überhaupt

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