Druckschrift 
Ueber Befreiung der Waelder von Servituten im Allgemeinen, so wie über das dabei noethige und zweckmaeßige Verfahren nach Vorschrift und Anleitung der in den Preußischen Staaten deßhalb erschienenen Gesetze : eine Huelfsschrift bey Servitutabloesungen fuer Forstbesitzer, Forstverwalter, Servitutberechtigte und Theilungskommissarien / von Dr. W. Pfeil, Königl. Pr. Ober-Forstrathe, Prof an der Univ. zu Berlin
Entstehung
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Pflanzen fortwährend dle in ihm vorhandenen Nahrungs⸗ theile verzehren, wenn nie ein Ersatz derselben därch in ihm verfaulende Vegetabilien erfolgt, so muß zuletzt auch der reiche Boden erschöpft werden, um wie viel mehr aber der arme und dürftige. Gerade in diesem war aber das Verlangen nach Vermehrung der Düngungs materialien für den Feldbau, und deßhalb die Benu tzung der Waldstreu am stärksten, denn wo der Waldboden sehr schlecht war, war es gewöhnlich das angränzende Ackerfeld nicht minder, und verlangte deßhalb auch, um eini⸗ germaßen Ertrag zu gewähren, außerordentlichen Zuschuß an Düngung desto mehr, als gewöhnlich zugleich in solchen Gegenden auch Futtermangel herrscht und das ge⸗ wonnene Stroh zu Futter verbraucht wird. Außerdem hat noch das Streurechen den Nachtheil, daß der Boden von der ihm nothwendigen schützenden Decke entblößet wird, der Boden dem Austrocknen preiß gegeben wird und die Wurzeln den nachtheiligen Einwirkungen der Kälte bloß gestellt werden. Man kann deßhalb auch in der That nicht in Abrede stellen, daß durch das unbeschränkte unvorsichtige Streurechen ganze große Waldflachen hinsichts ihres Ertrages beinahe ganz vernichtet sind. Der dadurch entstehende Verlust ist für das Ganze um so empfindlicher, da nicht bloß das Holz und mit ihm zu⸗ gleich die Streu vernichtet wurden, sondern ganze trag⸗ bare Felder des ihnen durch die Wälder nöthigen Schutzes beraubt und eine unbrauchbare Wüste wurden.

Bei dem Heide- und Plaggenhauen begnügte man sich nicht bloß damit, die Düngungsmaterialien von der Oberfläche der Erde zu sammeln, sondern nahm die obere