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Zweites Kapitel.
Von der Entstehung der Servituten.
So wie wir die auf dem Walde gewöhnlich lasten— den Servituten einzeln kennen lernen mußten, um den Einfluß eines jeden auf die Wald- Wirthschaft, und die Hindernisse, die sie der Vervollkommnung des allgemei—⸗ nen Kulturzustandes in den Weg legen, kennen zu lernen und würdigen zu können, so nothwendig ist es auch ei— nen Blick auf die Entstehung der Servituten zu werfen. Ohne dies sind wir nicht im Stande, über die Zweckmä— ßigkeit ihres Aufhörens ein richtiges Urtheil zu fällen. Wurden sie z. B. durch die Nothwendigkeit herbei ge— führt, so kann ihr Aufhören, sobald die Ursachen fortbe—⸗ stehen, nicht zweckmäßig seyn.
J. Die erste Ursache der Entstehung der Servituten liegt ohnstreitig in der Art der Entstehung des Wald— eigenthums überhaupt. Später und unvollkommener, als bei jedem andern Grundstücke, fand die Sonderung des Waldeigenthums statt. Die erste und natürlichste Besitz— ergreifung alles Grundeigenthums geschahe durch die Ar— beit, durch Urbarmachung und Bereitung für den Zweck irgend einer Erzeugung und Benutzung. Nur bei Ero⸗ berungen, wie z. B. in England von den Normännern, fand später eine Ausnahme statt. Der Wald, bei wel— chem keine Arbeit zur Holzerzeugung angewendet wurde,


