98
man einen solchen Graben, weil die Heuschrecken von diesen Bergen sich bald nach der Ebene herabziehen. Diese Grabenarbeiten können nur wenig aufhalten, und es wird deshalb warmer Sonnenschein benutzt, um die auf den Dreeschäckern ausgekommenen Heuschrecken in kleine Gräben zu treiben. Sind sie hier nur in einzel⸗ nen Exemplaren anzutreffen, so wartet man mit dem Ein⸗ treiben bis zur ersten Häutung, wo sie sich dann in grö⸗ ßere Gesellschaften vereinigt haben.
Eingetretenes Regenwetter, kalte Nächte werden be— nutzt, die einzelnen Haufen, welche sich dann nicht trei— ben lassen, zu verbrennen, zu erschlagen oder unterzu— pflügen.
Auf diese Weise werden bis gegen die zweite Häu⸗ tung, 14 Tage nach dem ersten Auskriechen, die Heu⸗ schrecken auf den vorderen Dreeschäckern ganz und zum Theil schon auf den Hinterfeldern vernichtet seyn.
Jetzt ist es Zeit, vor den Getreidefeldern nach der Seite hin Gräben zu ziehen, wo man Einfälle von den wandernden Schwärmen besorgt. Einzelne Haufen, welche bis dahin in die Getreidefelder sollten gegangen seyn, läßt man ungestört, ohne Zeit und Getreide bei dem Durchtreiben zu verderben, und beobachtet nur fortwäh⸗ rend die Richtung, welche sie nehmen. Sie thun in die⸗ ser Periode und selbst kurz nach der zweiten Häutung keinen wesentlichen Schaden, und ziehen entweder durch das Getreide nach andern Dreeschäckern, oder legen sich bei hellem Wetter an der Sonnenseite an, wo sie in vor⸗ gezogene Gräben sich leicht eintreiben lassen.
Bei dem Grabenziehen werden die oben gegebenen Erfahrungen benutzt, und insbesondere Fußsteige, gesperrte


