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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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ist in einer Gemeine mit großem Erfolge ein Theil des mit Brut bedeckten Dreeschackers vor Sonnenauf⸗ gang und nach Sonnenuntergang umgepflügt wor⸗ den. Es geschah dies zur Zeit der eingetretenen kühlen Witterung, etwa 8 Tage nach dem Auskriechen, und soll die Brut fast ganz vertilgt haben*). Eben so günsti gen Erfolg soll das Umpflügen eines Berges in der Schneckenlinie gehabt haben, wo die Heuschrecken allmäh⸗ lig nach der Spitze des Berges zusammengetrieben und dort verschüttet sind. Ohne Zweifel wird die Maßregel um so wirksamer, sobald man diese Art des Pflügens Abends und Morgens bei kaltem Wetter, oder, wenn die ses bald nach dem Auskriechen nicht einfällt, beim Thau in den Morgen- und Abendstunden wählt.

5) Um die Zeit der ersten*α) Häutung wurde von mir das Todtschlagen der Heuschrecken mit brei ten Schaufeln oder Tangerreisig vorgeschlagen, weil sie sich damals in kleine, aber ziemlich dichte Hau fen zusammengezogen hatten, und während der kalten Witterung in einem unbehülflichen Zustande sich befan⸗ den. Beide Maßregeln haben gegen sich, daß sie nur

*) Dieses ist überaus beachtungswerth, und verdient, im Fall die Heuschrecken auch in diesem Jahre ihren Unfug trei ben sollten, die allergrößte Aufmerksamkeit; denn da die Thiere gerade in dieser Lebensperiode sich in sehr dichten Haufen zu halten pflegen, so könnten durch das Umpflü⸗ gen weniger Morgen ungeheure Massen von Heuschrecken vertilgt werden. K.

**) Soll wahrscheinlich heißender zweiten Häutung, denn die erste Häutung findet wenige Minuten nach dem Aus⸗ kriechen aus dem Eie Statt. K.