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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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oder deren Ueberreste angesehen werden. Dieses Aufhän⸗ gen macht dem Thiere eine freie Bewegung nach allen Seiten möglich, und es kann also sehr leicht dahin, wo die Haut noch festhängt, seine Bewegung richten, was aber nicht möglich seyn würde, wenn das Thier auf der Erde läge, wo alle Bewegung nach unten unmöglich und nach den Seiten sehr beschwerlich wäre. Auch nach die ser Häutung fressen die Heuschrecken, wenn man sie nicht hinweg nimmt, die Häute auf. Am 21sten Juli, Mor gens 7 Uhr, sah ich in einem Glase, in welchem sich 2 Heuschrecken befanden, wovon die eine gerade in der letz ten Häutung begriffen, daher sehr unbeholfen war, daß dieser von der andern, der Häutung noch nicht so nahe stehenden, ein Loch in den Bauch gefressen wurde, wo nach sie zwar noch Spuren des Lebens zeigte, aber doch bald krepirte; ein Beweis, daß auch hier, wie in der Na tur überhaupt, das eine Individuum der Gattung dem andern nachstellt. Eine halbe Stunde nach der Häutung, binnen welcher das metamorphosirte Thier noch matt ist, und besonders mit den Hinterfüßen noch keine kräftige Bewegung machen kann, verlieren sich alle Zeichen der Statt gehabten Metamorphose, die Farben sind lebhaft, die Zeichnung bestimmt, die Bewegungen leicht und kräf tig, und das Thier beginnt seine neue, aber auch letzte Lebensperiode.

Die Beschreibung des vollkommen ausgebildeten In sektes habe ich bereits in der erwähnten Abhandlung im 20sten Bande Seite 520. der Möglinschen Annalen ge geben, und berichtige daher hier nur einen darin began genen Fehler. Die Tarsen nämlich haben nicht, wie in jener Abhandlung gesagt worden ist, 5 Glieder, sondern