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einer halben Stunde waren die Füße und das Rücken⸗ schild so hart und spröde, daß sie durch starken Finger⸗ druck zu Pulver gedrückt werden konnten, nur die Kinn⸗ laden waren noch weich wie erstarrende Gallerte. Die Weichheit der Theile, so wie die Unmöglichkeit, durch Kunst dieselben aus der Haut herauszuziehen, macht es wahrscheinlich, daß die Häutung erst dann vollkommen von Statten gehen kann, wenn die Haut sich von den Theilen losgelöset hat und vollkommen trocken geworden ist. Es ist wahrscheinlich, daß durch das bei der Häu— tung wahrgenommene Aufblähen des Thieres die Haut ausgedehnt wird, und auf diese Weise leichter abgewor— sen werden kann. Ich habe beobachtet, daß in dem Heu— schreckenleibe sich zur Zeit der Häutung eine bedeutende Luftblase befindet, deren Zweck ohne allen Zweifel die Aus— dehnung des Leibes sammt der Haut ist. So ausgedehnt trocknet bei warmem Wetter, welches, wie schon erwähnt, die Häutung außerordentlich begünstiget, die überaus zarte Haut aus, und zieht sich nach aufgehobenem Drucke, wel⸗ chen die Luftblase verursacht hat, nicht wieder zusammen, während der Leib, wenn die Luft verschwunden und durch den Darmkanal abgegangen ist, wie ich dieses am Lten August beobachtet habe, wieder zusammen fällt, und nun um desto leichter aus der alten, trockenen und weit ge— wordenen Haut ausschlüpfen kann. Das Anhängen der Heuschrecken an Grasstengel im Momente der Häutung, ist ein höchst wunderbarer Instinkt. Am gewöhnlichsten hängen sie sich an den Grannen der Roggenähren auf, daher man auch zu der Zeit der Häutung auf dem Felde sehr viele Häute an den Roggenähren hängend findet, die nicht selten von Unkundigen für todte Heuschrecken


