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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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tet und in Ordnung gelegt waren. Das Falten der Un terflügel fängt von unten an, und es ist gleichsam, als ob sich jedesmal eine Falte bildete, wenn ein Flüͤgelnerv erstarkt ist. Die Zeit, in welcher das unvollendete In sekt sich bis zu dem vollkommen geflügelten Thiere aus bildet, beträgt also 38 Minuten. Die Farbe des frisch gehäͤuteten Thieres ist fleischfarbig, wie in der frühern Häutung, jedoch sind die mehrsten Zeichnungen, obgleich mit sehr schwachen Farben, dennoch da, z. B. die bei den in der Regel auf dem Rückenschilde befindlichen, zu beiden Seiten des Kiels mit demselben parallel laufenden, braunen Linien, die braune Zeichnung der Flügeldecken u. s. w. Alle Theile des Thieres sind während und kurz nach der Häutung weich wie Gallerte, und lassen sich durch Kunst auf keine Weise aus der alten Haut, ohne zu zerreißen, herausziehen. Selbst die blauen Kinn laden, welche bei den ältern Heuschrecken steinhart sind, sind kurz nach der Häutung so weich, daß sie dem lei sesten Fingerdrucke nachgeben. Das Nervengeflechte in den Flügeln wie in den Flügeldecken ist wie nasser Zwirn, biegsam und weich. Eine Heuschrecke, welche sich am 17ten Juli gehäutet hatte, wurde am 20sten Juli un tersucht, wo man noch alle Glieder sehr weich und bieg sam fand, die Schienbeine ließen sich leicht zusammen drücken und knicken, und das Rückenschild sowohl als die Kinnladen hatten die Konsistenz eines schwachen Per gaments. Das Erhärten der Körpertheile scheint vor züglich von der Temperatur und besonders von den Son- nenstrahlen abzuhängen; denn Füße, Rückenschild und Kinnladen einer wenige Augenblicke zuvor gehäuteten Heu schrecke wurden in die Sonne gelegt, und schon nach