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kommen ausgebildet, und vermag nun seine Gattung fort⸗ zupflanzen. Es ist daher ein Irrthum, wenn ältere Schriftsteller 5 Häutungen angeben; denn bei einigen tausend Heuschrecken, die ich in Käfigen vom Eie bis zur vollkommenen Ansbildung gezogen habe, und bei denen mir keine Erscheinung und Veränderung ihres Zustandes entgehen konnte, ist dennoch nicht ein einziger Fall vor— gekommen, bei welchem etwas einer fünften Häutung Aehn⸗ liches beobachtet worden wäre. Da die Thiere zur Zeit dieser Häutung bedeutend groß sind, so konnte, da auch jetzt mehrere Thiere sich unter meinen Augen häuteten, der Vorgang bei dieser Metamorphose viel genauer beob— achtet werden, als bei den früheren Häutungen. Am Sten August, Morgens gegen 9 Uhr, sah ich die Häu— tung vom ersten bis zum letzten Momente. Anfänglich war das Thier sehr träge, bewegte den Leib langsam seit⸗, auf- und unterwärts, und dieser wurde stärker, gleichsam aufgeblasen und länger. Jetzt hing sich die Heuschrecke mit den Springfüßen an einem Getreidehalm auf, war hier einige Sekunden vollkommen ruhig, gleichsam als ob sie Kräfte zur bevorstehenden Metamorphose sammelte, fing aber alsdann an, den Hin— terleib gewaltsam und heftig nach allen Seiten zu bewe⸗ gen; der Leib schwoll gewaltig an, die Bauchringe scho— ben sich auseinander, so, daß der Leib wenigstens ein Drittheil länger als zuvor war. Die 4 Flügel(Flügel— decken und Flügel), welche bisher so aneinander lagen, daß es 2 zu seyn schienen, sperrten sich jetzt auseinan— der. Auf diese Vorbereitungen gingen 12 Minuten hin. Nach dieser Zeit platzte die Haut auf dem Kopfe, von der Stirn nach dem Rückenschilde zu, und nachdem durch


