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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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ders die Bauchringe, sehr deutlich erkennen konnte. Am 25sten Mai wurden abermals mehrere Eier aufgemacht und in denselben das Thier schon so ausgebildet gefun⸗ den, daß man das Auskommen desselben jeden Augen⸗ blick erwarten mußte. Da ich glaubte, daß Eier in die sem Zustande zwar austrocknen, nicht aber mehr sehr zusammenschrumpfen und sich für eine Sammlung besser erhalten würden, so wurden 30 derselben auf Papier⸗ stückchen geklebt; allein auch diese waren nach einigen Wochen so ausgetrocknet, daß auch nichts mehr als die Haut wahrzunehmen war.

Dies gilt jedoch nur von Eiern, die von der Ne stermasse befreit sind; im Neste liegend erhalten sie sich länger, ohne Schaden zu leiden.

Auskommen des Insektes und erste Periode. Den 30sten Mai, Morgens gegen 11 Uhr, wurde die erste ausgekommene Heuschrecke wahrgenommen. Um 9 Uhr Morgens desselben Tages war in dem Heuschrek⸗ kenhäuschen noch nichts Lebendiges zu finden. Von die ser Zeit an sind eine Menge von Heuschreckeneiern, welche in ein Glas gethan worden waren, unter meinen Augen ausgekommen. Beim Herauskommen aus dem Eie sind sie blaßfleischfarbig, und nichts von ihnen frei beweglich, als die Springfüße. Alle übrigen Theile liegen in ein sehr feines Membran eingewickelt, das, wenn das Thier aus dem Eie heraustritt, kaum bemerkbar ist. Die Schaale des Eies platzt oder berstet an mehreren Stel len, wenn die Zeit des Auskommens da ist. Das Thier⸗ chen liegt mit dem Kopfe nach oben, hat denselben dicht unter der Brust, die Fühlhörner dicht an den Kopf und