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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : ihre Beschreibung, Verheerung in jetzigen und früheren Zeiten und die Mittel zu ihrer Vertilgung ; mit einer Kupfertaf. / von Franz Körte
Entstehung
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geschiehet auf folgende Weise: Es wird mit

einer Kartoffelhacke der Boden an den Stel

len, wo man sie vermuthet, 1 bis 14 Zoll

abgedeckt, und dann die Brut gelesen, welche

in einem zweizölligen, mit Erde umwickelten

Eie, 70 bis 100 Brutsaamen-Körner enthal

tend, besteht. Diese haben eine gelbbraune Lymphe, und bilden sich beim Entwickeln in

der Sonne zu Maden, die alsdann in kurzer

Zeit auswachsen.

5) Die ersten auskommenden Heuschrecken legen ihre Brut Ende August's, die zweite im Sep tember, und zwar auf Stellen im Stoppel⸗ felde, die sandig und mit Steinchen vermischt sind. Hier wählen sie die Orte gern, wo die Nord⸗ und Ost⸗Seite durch Sträucher geschützt wird, und wo es ihnen die Lage nicht be quem macht, erst sandige bewachsene Flecken, welche im Frühjahre der Mittagssonne ausge⸗ setzt sind.

Die übrigen Beobachtungen in dem Posener Amtsblatte, so wie die vorstehenden, sind alle

Auch möchte wohl nöthig seyn, noch etwas genauer darauf zu sehen, damit nicht, anstatt einer ganzen Metze Eier, zugleich eine halbe Metze Sand(wie es schon mehrere Male geschehen ist) richtig abgeliefert werde. K.