Druckschrift 
Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : ihre Beschreibung, Verheerung in jetzigen und früheren Zeiten und die Mittel zu ihrer Vertilgung ; mit einer Kupfertaf. / von Franz Körte
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

bel halten und dann verzehren. Am verderblichsten scheinen ihnen die Krähen, und besonders die Dohlen zu sein, welche mit einer solchen Schnelligkeit die Fluren von diesen Schwärmen zu säubern im Stande sind, daß man kaum begreift, wie diese Vögel eine so große Menge der Heuschrecken verdauen können. Leider sehnten wir uns in diesem Sommer umsonst nach der Ankunft dieser Dohlen, nur einzelne von ihnen erschienen, um uns zu zeigen, was ganze Schwärme von ihnen vermögen.

2. Ew. Wohlgeboren erwiedere ich in ganz erge benster Antwort auf Ihr geehrtes Schreiben:

1) Daß die Heuschrecken keinen Buchweizen ge fressen haben.

2) Daß, da die polizeilichen Maaßregeln nicht hinreichten, die Königl. Regierung zu Posen für unsern Kreis(Birnbaum'sche Kreis) Geld, zur Einsammelung der Heuschrecken, hergege⸗ ben hat, und mir über 300 Thlr. zu diesem Behufe überlassen worden sind.

3) Daß hier im Amte, in meinem Beiseyn, im verflossenen Sommer(1827) über 300 Preuß. Scheffel Heuschrecken vernichtet sind, und ich überzeugt bin, daß wenn jeder dieselben An stalten gemacht und verfolgt hätte, die Aus⸗ rottung erfolgt wäre; so aber habe ich bedeu

4