zu haben schienen, und nun auch die bisher verschont gebliebene Fläche überzogen wurde. Noch war nicht einmal der Hafer zur völligen Reife gelangt, die Gerste hatte erst angefangen Körner zu setzen; dessen ungeachtet wurden schleunigst die Sensen angesetzt, um wenigstens von dem Hafer den Rest zur Be⸗ streitung der nöthigen Fütterung für die Pferde, und von der Gerste noch einiges Stroh zum Füttern des Rindviehs zu retten, und schon im Monat Juli war man hier mit der Erndte völlig zu Ende. Diese schleunige Erndte hatte für die Heuschrecken den Einfluß, daß ein großer Theil derselben von unsern Feldern vertrieben wurde, und darauf die benachbarten Gegenden mit gleicher Verwüstung heim⸗ suchte. Andere zogen selbst, allen Schutzes gegen Wind und Regen beraubt, in die Heiden, ja! selbst in die Gärten und Höfe, sogar in die Gebäude des Dorfes. Die Uebrigen blieben auf dem Sommer⸗ felde zurück, sich von den aufwachsenden Gräsern und Kräutern nährend, und hinter und in Gesträuchen sich verbergend.
Außerordentlich groß blieb immer noch die Zahl dieser Zurückbleibenden. Als Feinde dieser Insecten habe ich kennen gelernt: die Hühner und Gänse (welche aber beim zu häufigen Verschlingen der Heu⸗ schrecken erkranken und selbst sterben), selbst Sper⸗ linge sah man mit Heuschrecken, die fast so lang sind,
als sie selbst, in die Luft steigen, solche im Schna⸗ bel


