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Nachtrag.
(Nachdem vorstehende Abhandlung schon abgedruckt war, erhielt ich noch folgende Nachrichten über die Heuschrecken, die ich als Nachtrag zu jener um so mehr nachzuliefern schul⸗ dig zu seyn glaube, als sie noch mehr die Gefahr zeigen, welche uns, wenn die Witterung für diese Insecten günstig ist, im kommenden Sommer drohet, und daher die größte Aufmerksamkeit der Landwirthe, ja selbst der hohen und höch— sten Landesbehörden verdient. Die erstere ist von dem Herrn Prediger Krusemark zu Hohenschlenzer bei Jüterbog, und mir von dem Herrn Regierungsrath v. Türk zu Potsdam gütigst mitgetheilt. Die zweite ist von dem Herrn Ober-Amtmann Felsch zu Althöfchen, im Großherzogthum Posen, und mir durch die Güte des Herrn Kuers, Lehrer an der hiesigen Aka⸗ demie, zugekommen.)
1.
Es war im Monat Juli des verflossenen Jah⸗ res 1826, noch ehe das Wintergetreide völlig von der Sense der Schnitter gefallen war, als sich in Hohenschlenzer(14 Meile von Jüterbog) die schrek⸗ kende Nachricht von der Ankunft großer Schwärme von Heuschrecken(Gryllus migratorius L.) verbrei⸗ tete, welche Nachricht sich leider nur zu sehr bestätigte. Es ist keine Uebertreibung, wenn ich sage, daß die Sonne von den dichten, fast unabsehbaren Massen


