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dieser Ankommlinge wirklich verfinstert wurde. Zwei bis drei Tage währte ihre Ankunft, wenngleich mit einigen Unterbrechungen. Zufällig stand das Winter · getreide gerade in dem östlichen Theil unsers Roggen⸗ feldes meistens noch auf dem Halme, und da von dieser Gegend her die Verwüster sich zu uns wen⸗ deten, so fielen sämmtliche Schwärme derselben auf jenen Theil unsrer Felder nieder, um dort eine bedeu⸗ tende Vorerndte zu halten. Bald sah man sie mit diesem Geschäfte beginnen, denn, unterhalb der Aeh⸗ ren sich an den Halmen festhaltend, nagten sie in größter Geschwindigkeit die letztern durch, sogen den Saft heraus, begaben sich dann auf neue, sie eben so enthauptend, und schritten mit dieser Verwüstung so reißend schnell vorwärts, daß die Schnitter fast nur leeres Stroh abzumähen fanden. Alles zitterte nun für das Sommergetreide, um so mehr, da man die Bemerkung machte, daß die Heuschrecken nur auf stehendes Getreide ihre Angriffe richteten, das bereits abgemähte hingegen nicht beachteten, und sich daher, wahrscheinlich nach völliger Aberndtung des Roggens, auf das Sommerfeld begeben würden. Allein der Umstand, daß das letztere von dem Roggenfelde theils durch das Brachfeld, theils durch das Dorf getrennt war, rettete wahrscheinlich die überaus kümmerlichen Sommerfrüchte, welche kaum die Erstattung der Aus⸗ saat gewährten. Erst nachdem die gesammten Brach⸗ frůͤchte, zu denen sich diese feindlichen Schwärme, nach
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