Druckschrift 
Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : ihre Beschreibung, Verheerung in jetzigen und früheren Zeiten und die Mittel zu ihrer Vertilgung ; mit einer Kupfertaf. / von Franz Körte
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2⁵5

abzulegen, zu wenig berücksichtigt hat, und daß es nicht schwierig seyn würde, durch eine verständige Ausführung derselben die Heuschrecken fast vollkom men zu vernichten, und sie für das folgende Jahr unschädlich zu machen. Haben nun aber die Heu schrecken in einer Gegend ihre Eier ungestört abge⸗ legt, so ist vor allen Dingen die Aufmerksamkeit auf die Zerstörung derselben zu richten nothwendig. Vor allem muß man auf die sonnigen, warm gelegenen, sandigen Hügel, Anhöhen, Grabenränder u. s. w., und unter diesen wieder vorzüglich auf die achten, wo man im Herbste viele todte Heuschrecken auffindet, denn, wie gesagt, kurz nach dem Eierlegen stirbt die Mutterheu schrecke und bezeichnet mit ihrer Leiche den Ort, wo sie die Eier gelegt hat. Man hat zum Behuf der Zerstörung der Eier in frühern Zeiten zwei Mittel angewandt, als das Eier sammeln, und dann das öftere Umpflügen der Ländereien, in welchen die Eier befindlich sind. Nach dem, was ich in diesem Herbst beobachtet habe, ist es sehr schwierig die Eier zu finden, indem die Kruste, mit welcher die Eier klumpen umgeben sind, und die aus der Erde, in welcher sie liegen, besteht, sie sehr schwer von dieser unterscheiden läßt. Es ist mir und mehreren von meinen Freunden, trotz aller Aufmerksamkeit, dennoch nur möglich gewesen, in diesem Herbste nur wenige Eierklumpen zu finden, ob wir gleich an Plätzen such⸗ ten, die alle die oben erwähnten Eigenthümlichkeiten