gang der Sonne, und des Abends nach Untergang derselben, springt sie vielmehr, als daß sie fliegt.
Unter 500 Heuschrecken war das Verhällniß der Männchen zum Weibchen wie 5: 6.
Vom 23sten Juli an, bis den 10ten October und noch später, also in einem Zeitraum von einem Vierteljahre, habe ich ununterbrochen auf den Feldern Heuschrecken in der Begattung gesehen. Am Zten August wurden mehrere Haufen von Eiern auf dem Zimmer, wo die Heuschrecken gehalten wurden, wahr⸗ genommen, die theils auf dem bloßen Boden des Zimmers, theils an die Stengel der als Futter hin⸗ geworfenen Pflanzen, theils in die Ecken der Fenster gelegt waren. Am Aten August Morgens um 44 Uhr legte eine Heuschrecke im Glase, in welches sie ein⸗ gesperrt war, unter meinen Augen Eier. Sie legte dieselben in einer langen Schnur, deren Masse weiß, blasig, wie geschlagenes Eiweis aussah, und in deren Mitte sich die dottergelben Eier, die später dunkelgel⸗ ber, ja braun wurden, befanden. Der letzte Theil der Schnur, ungefähr 14 Zoll, war größtentheils von der Schnurmasse, und hatte nur 1 Ei. Ich zählte bei diesem Eierlegen 65 Eier. Die Schnur legte sich kräuselfönmig auf einander, und bildete so ein Klümp— chen. Die Masse der Schnur ist anfangs klebrig; nachdem sie ausgetrocknet ist, läßt sie sich wie ge— schlagenes und getrocknetes Eiweis zerreiben. Sie ist gummiharziger Natur, denn sie lös't sich theils in


