19
Schienbein eingelenkt, sind an den Springfüßen 4 Stacheln, wovon je 2 über einander liegen, diese sind unten von der Farbe des Schienbeins, oben schwarz. Das fünfte Glied der Tarse endigt in einer Klaueß die aus zwei sehr spitzen, nach unten gekrümmten Stacheln besteht, und die an ihren Spitzen schwarz/ nach unten aber weißröthlich gefärbt sind. In dem Gabelwinkel, welchen beide Klauenzehen bilden, liegt ein kleiner kugelrunder Ballen.
Das Unterscheidende der Zug⸗Heuschrecken von allen übrigen Arten dieser Thiergattung ist nur:
Das durch eine Linie gekielte Hals— schild und die blauen Kinnladen.
Männchen und Weibchen sind keinesweges, wie einige Schriftsteller sagen, durch ihre Farbe unterschie⸗ den. Ich habe unter den mehreren Hundert Heu— schrecken, die ich gefangen und auf einem Zimmer gehalten habe, eben so viel grüne Männchen als grüne Weibchen, und eben so viel braune Männchen als braune Weibchen gefunden; wohl aber ist das Männ—⸗ chen constant bedeutend kleiner als das Weibchen, und sowohl hierdurch, als durch das letzte Bauchglied von einander leicht zu unterscheiden.
Nur bei heitern und warmen Tagen, so wie selbst nur in den heitern wärmern Stunden des Ta—⸗ ges, vermag die Heuschrecke weit und schnell zu flie⸗ gen. An kalten Tagen oder des Morgens vor Auf⸗
2*
ZX 22.31—.——


