536 Staatskunst.
handlung: über die Zeichen der Zeit in Hin— sicht politischer Reformen(in s. Schrift: über die Staatswissenschaft, Berl. 1820. 8.) besonders S. XVXXXIL
Ueber Revolutionen.
Nach diesen(F. 52. und 53.) aufgestellten Grund— sätzen ist es nicht möͤglich, Reformen mit Revolutionen zu verwechseln. Die Resormen gehen von der recht— mäßigen Gewalt im Staate aus, und haben die Fort— bildung, Verjüngung und Befestigung des innern Staatslebens zum Zwecke; durch Revolutionen hin⸗ gegen wird die rechtmäßige Gewalt im Staate ent— weder erschüttert, oder gewalt sam umgestürzt. Die Reformen knüpfen das nöthig gewordene Bessere und Neue an das Veraltete an, das bisher bestand, sie haben also eine geschichtliche Unterlage; die Revol lu⸗ tionen vernichten gewöhnlich die ganzebisherige Grund— lage des innern Staatslebens. Die Reformen wirken wohlthätig auf die 4 ortschritte der Cultur der Völker, und auf die theilweise Umbildung des Staatsor⸗ ganismus ein, weil sie mit Umsicht berathen und ausgeführt werden; im der Revolutionen hin— gegen werden nicht selten wesentliche Bedingungen der Cultur unwiederbringlich zerstört und brauchbare und unbrauchbare Beständtheile des Staatsorganismus mit Einem Schlage vernichtet, weil die meisten Re— volutionen die Gesam mtheit⸗ der bürgerlichen Ver— hältnisse erschüttern.
So wenig nun, nach dieser wesentlichen Verschie— denheit beider, Reformen und een mit ein⸗ ander zu verwechseln sind; so fest
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Erfalhrungsgrundsatz: daß den Meisten, wo nicht
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