Teil eines Werkes 
2 (1821) Zweiter Band, enthaltend die Lehre von der Forstbeschützung ...
Entstehung
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Ueber die Bindung der schon vorhandenen Sand schollen ist das Nöthige schon bei Gelegenheit der Kul tur der Kiefer gesagt.

7. Auch die wuchernden Forstunkräuter sind in der Regel Folgen einer schlechten Forstwirth schaft, oder von Versumpfungen. Ihr Entstehen verhindert man dadurch, daß man die Holzbestände sehr geschlossen hält, und wo Sumpfgewächse, Kienpost, Binsen ꝛc. die Verwilderung erzeugen, für die nöthige Entwässerung des Bodens sorgt. Ueber die Vertilgung des vorhan denen Forstunkrauts ist das Erforderliche bereits oben bemerkt worden, und nur noch hinzuzufügen, daß sehr verraste und verangerte, zur Holzkultur bestimmte Blö ßen am zweckmäßigsten einige Jahre vorher, wenn es die Oertlichkeit erlaubt, zum Fruchtbaue benutzt wer den, um das Unkraut zu vertilgen. Den Holzanban rasch auf die Lichthauung des alten Holzes folgen zu lassen, sichert da, wo in geschlossenen Beständen unver angert ist, am besten dagegen; wo jedoch Unkräuter, welche den Schatten sehr lieben, wie Heidelbeerkraut, im alten Holze sehr wuchernd vorhanden sind, wird oft auch die Freistellung des Bodens für eine kurze Zeit zweckmäßig, da sie dann häufig von selbst vergehen. Wo Streurechen, Plaggenhauen, Rasenschälen u. dgl. üblich ist, kann man mit Vortheil dies in einen solchen District verweisen, welchen man von Forstunkräutern zu befreien und für die Holzkultur empfänglich zu machen wünscht.