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nur in seltenen Fällen auf die Forstwirthschaft ange⸗ wendet werden können.
2. Die in den Forsten die größten Verheerungen anrichtenden Stürme kommen gewöhnlich aus Abend und Mittag, jedoch geben ihnen auch häufig Berge, Thäler und große Wasserflächen eine andere Richtung, welche man durch die Erfahrung kennen lernen muß.
Mittel, ihre nachtheiligen Wirkungen zu vermin— dern, sind:
Vermeidung aller Plenterhauungen und vollkomm— ner Schluß der Waldungen;
Schönung aller an die Gewalt des Windes ge⸗ wöhnten Randbäume;
Führung des Hiebes so, daß man dem Winde ent— gegen, nicht ihm nach hauet;
Anbau und Untermischung solcher Holzarten, wel— che der Gewalt des Windes widerstehen können;
Unterhalten solcher Samenbäume, welche wegen ihres stämmigen kurzen Wuchses ebenfalls dazu geeig—⸗ net sind.
3. Der Schnee beschädigt die jungen Hölzer häu— figer, wie die alten, wenn er naß herabfällt, deßhalb aneinander hängt und durch seine Last die Stämme nie⸗ derbeugt, die Zweige und Wipfel abbricht.
Natürliche Mittel dagegen sind entweder das Dicht-— halten der jungen Orte, so daß sich die Wipfel nicht beugen können, und das vorsichtige Gewöhnen an eine lichtere Stellung; oder besser noch der freiere Stand in der Jugend, wo dann der kürzere stämmigere Wuchs dem Holze die Kraft giebt, dem Schneedrucke zu wi—


