Druckschrift 
Johannis Kunckelii ... Ars Vitraria Experimentalis, Oder vollkommene Glasmacher-Kunst, Lehrende ... aus unbetrüglicher Erfahrung, herfliessendem Commentario, über die ... sieben Bücher P. Anthonii Neri, von Florenz, und ... Anmerckungen Christophori Meretti ... Die Allerkurtz-bündigsten Manieren, das reineste Chrystall-Glas, alle gefärbte oder tingirte Gläser ... zu machen ...
Entstehung
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12 ANTONIINERI Erstes Buch,

ähnliches Glaß; denn die Lauge theilet der Fritta, ihr Saltz mit, daher denn auch diese Würckung erfolget.

Wenn man aber diese Lauge nicht hat, so kan man nur die Frittam mit schlechten Wasser besprengen; denn ob schon das Wasser keine solche Krafft wie die Lauge hat, so hilfft es dennoch und machet es desto leichter schmeltzen: Die Fritta erfodert auch allemal etliche Wonat Zeit, denn auf solche Weise vermehret sie sich verzehret weniger Holtzx gibt aber ein viel weisser/ und zur Arbeit tüchtigers Glaß.

Das Neundte Capitel. Wie man ein recht villkommenes Crystall machen soll. W ein Eritta Crystalli, wel he mit Fleiß/ nach der im Anfang ge⸗

gebenen Anleitung, sey bereitet worden, thue solches in einen Topff,

jedoch daß du vorhero, alle andere Töpffe, in welchen einige Farben sind, auf die Seite thust; Denn der Metallene Rauch, welcher die meisten Farben verursachet machet das Crystall bleich und heßlich: Damit aber das Crystall recht weiß, gläntzend und schön werde, so setze der Eritta, wel⸗ che in den Topff gethan, so viel der Magnesie zu, als wie die Grösse und Weite deß Topffs solches erfodert, welches denn die Glaßmacher aus der Eg on she* ier ier ö

Ich verstehe aber allhie die Piemontische und præparirte Magnesie, da⸗ von sernach il mehrero sol gefoget werden.

In den Ofen wird ein hartes und dürres Holtz, gleich wie das Ei⸗ chen⸗Holtz ist erfodert; denn mit den weichen Holtz allhier nichte auszurich⸗ ten ist; es ist uber dieses nöthig daß man stetigs und gemach nachschůͤre, um das Feuer in der Flammen zu erhalten, und den Nauch zu vermeiden; wel⸗ ches denn zu der Schönheit der Crustall sehr viel beforderlich ist.

Wenn nun die Frirta wohl geschmoltzen/ toird sie aus den Zopffe in ein grosses irrdenes oder höltzernes, reines und mit kalten Wasser angefülletes Geschirr geschüttet; damit das also genannte Alkali⸗Saltz verzehret werde sintemahl selbiges dem Crystall schädlich ist; dieweil es solches dunckel und neblicht machel, auch verursachet, daß solches der Crrstall in der verfertigten Arbeit von sich ausstösset, welches denn nicht wohl stebet: Die Eritta wird hernach aus dem Wasser/ wieder in den Topff, und nach dem er daeinnen ge⸗ schmoltzen, wieder ins Wasser geworffen; und solck es wird so offt wiederh o⸗ let/ Waag—. 6. Werd Eien ledig und rein ist. ö

Diie gantze Sache aber dieser operation bestehet in der Gesch ick ichkeit eines erfahrnen Glaßmachers: Nach diesem lasset mans biß ö. Tohe ew ochen,

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