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Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft / von Immanuel Kant
Entstehung
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pers genommen, keine wirkliche Bewegung des leßteren, sondern, wenn jie dafür gehalien wird, ein bloßer Schein,

Beweis.

Die Kreisbewegung ist(so wie jede krummlinigte) eine continuirliche Beränderung der geradtinigten, und, da diese selbst eine continuirliche Weränderung der Re- lation in Ansehung des äußeren Raumes ist, so ist die Kreisbewegung eine Veränderung der Veränderung dieser äußeren Verhältnisse im Raume, folglich ein continuirliches Entstehen neuer Bewegungen, Weil nun nach dem Geseße der Trägheit eine Bewegung, so fern sie entsteht, eine äußere Ursache haben muß, gleichwohl aber der Körper in jedem Puncte dieses Kreises(nach eben demseiben Geseke) für sich in der den Kreis berührenden geraden Linie fortzugehen be- strebt ist, welche Bewegung jener äußeren Ursache ent- gegenwirkt, so beweiser jeder Körper in der- Kreisbe- wegung durch seine Bewegung eine bewegende Kraft. Nan ist die Bewegung des Raumes, zum Unterschie- de der Bewegung. des Körpers blos phorönomisch,

und hat feine bewegende Kraft. Folglich ist das Ur- theil, daß hier entweder der Körper, oder der Raum, in entgegengeseßter Richtung bewegt sey, ein disjuncti- ves- Urtheil, durch welches, wenn das eine Glied, nämlich. dieBewegung desKörpers, geseßt ist, das andere, nämlich die des Raumes, ausgeschlossen wird 3 also ist die Kreisbewegung eines Körpers, zum Unter- schiede von der Bewegung des Raums, wirkliche Bewegung, folglich die leßtere, wenn jie gleich: der

Erschei