Teil eines Werkes 
1 (1795) Beiträge zur chemischen Kenntniss der Mineralkörper. 1
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0,9.s® x Das sesenwärtige Salzwerk Königsborn liegt

3Stundevon Unna gegen Norden, in einerEbene, welche an beiden Seiten sanfte Anhöhen hat. In dieser Ebene mag man bohren, oder absinken, wo man will, so trift man, in und unterhalb- nigsborn gegen Norden allemal Salzquellen, ge- gen Süden hingegen, oberhalb Königsbörn, süsse Wasserquellen an, die zu Tage auslaufen, ja sogar in aufgesetzten Röhren ı0 bis 13 Fufs emporsteigen. Man hat daher'seit vielen Jahren die Salzsole lediglich aus Bohrlöchern gewonnen, deren über zwanzig, von 75 bis 280 Fufs Tiefe, vorhanden gewesen; mit welchen jederzeit, in einer Teufe von 50 bis go Fufs, 27 bis 4 löthige Sole; von 80 bis 120 Fufs eine 53 löthige; von 120 bis 200 Fufs aber eine 64, auch 7 löthige Sole getroffen wird, die, in gedachten hölzernen auf das Bohrloch gesetzten Röhren, ı2 Fufs über Tage ausläuft, und 3 bis 4 Kubikfufs in einer Minute liefert. Die Erfahrung lehrte dabei, dafs diese Sole in der Menge und Reichhaltigkeit, bei trockenem Wetter ab-, im nassen Wetter hinge- gen, oder wenn es mitten im Sommer nach grofser, Dürre nur ein Paar Tage regnete, zu- nahm; nach Verlauf von 4 bis 6 Jahren aber sich in jedem Bohrloche so sehr verunädelte, dafs sie nur 3 löthig, blieb, ohne in der ausfliefsenden Menge sich zu vermehren, oder sonstige Verän- rung zu erleiden. So oft nun dieser Fall eintrat, 75