wurde ein neues Loch gebohrt, wodurch man wieder: auf eine Zeitlang 6 bis 63 löthige Sole erhielt, Aus dieser Geschichtserzählung scheint zu erhellen,, dafs drei unterschiedliche Solquel- len über einander liegen; dafs die tiefsten die mächtigsten sind, und also im Aufsteigen die oberen leichteren zurückdrängen; und dafs letz- tere mitirgend einem Strom in Verbindung stelıen müssen, dessen süsses Wasser auf einen Salz- stock fällt, und sich mit einem Theil desselben anschwängert; woraus sich auch die so schnelle Vermehrung der Menge und des Gehalts nach Regenwetter“erklären läfst. Nach Maasgabe die- ser Hypothese, liefs man vor einigen Jahren zwi- schen den Bohrlöchern in der Absicht absinken, die leichtern Solquellen zu verbauen, die reich- sten aber rein zu Tage zu fördern. Allein, man traf mittelst einesBohrlochs, mit dem ı1ıtenFufs, auf eine mächtige, aber nur 3 löthige Quelle, die sich in den bereits 60 Fufs tiefen Brunnen in solcher Menge ergofs, dafs in einer Minute 25 Kubikfufs- zu gewältigen waren. An demsel- ben Tage, da diese Quelle aufgeritzt wurde, stieg der Gehalt der Sole in den sämtlichen Bohr- löcherın, von 32 Loth, auf 3, 4, bis 53 Loth. Diese leichte Quelle scheint also die Zerstörerin der reichern zu seyn; indem sie durch die Klüfte des mergelartigen Gebirges nach den Bohrlöchern
dringt, und die tiefern 6 löthigen Quellen entwe-


