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Physische Untersuchungen über das Feuer / Von Herrn Marat. Aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen von Christ. Ehrenfr. Weigel
Entstehung
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234 Physische Unterjuchungen

Da sie in einer schwereren Flüßigkeit nied2r-

gesenkt ist,(sagen die Naturkündiger) so muß sie, nach hydrostatischen Geseßen, von unten nach oben sich begeben, JM will hier nichts von der fal- schen*) Lehrmeinung sagen, auf welche man diesen Schluß bauet, aber mir will es anscheinen, daß die,

welche ihn gezogen haben, die Verhältniße des E-

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folges, zur Ursache, nicht recht begrifsen haben.

361 Vrs.

x62 Vrs.

Stiege

t) Die Beweise der Falschheit dieser Lehrmeis»

nung bieten sich in Menge dar, wenn man die Er- scheinungen nur irgend ein wenig untersucht.

Unter einer gläsernen Klocke sieht man die Flamme, nach einigen schwachen Zügen mit dem Stempel, eine vegelmäßige kegelförmige Gestal annehmen, welche sie einen Augenblick behält 3 darnach wird sie kürzer, rund, und en- digt sich mit einer Spike.

Stellt man ein Licht unter diese Klocke, wel- <es abgeschneukßt zu werden bedarf, sv wird die Flamme oft vom Tochte abgelöset und steigt.in die Höhe, und zwar immer desto geschwinder, je schneller man die Ausleerung bewerkstelli- get hat.

Unsern Naturkündigern zufolge, würde also die Luft in dem Maaße, wie ihre Dichtigkeit abnimmt, am Gewichte zunehmen. Eine ungereimte Schluß- folge, welche sie nichts desto weniger anzuneymen gezwungen sind. Aber ihre Lehrmeinung wird noch auf eine auffallendere Art durch die That verneinet, denn, wenn man ein brennendes Licht in Luft stellt, welche mit laugensalzigen oder salpetrigen Dampfen ge- schwängert ist, so verlöscht seine schwache Flamme bald oft skeigt sie auch hinunter; indessen haben diese-

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