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Physische Untersuchungen über das Feuer / Von Herrn Marat. Aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen von Christ. Ehrenfr. Weigel
Entstehung
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230 Physische Untersuchungen

Um ihn bei hellem Tage auf eine merkliche Art zu erschüttern, muß diese Bewegung eine hohe Stuffe der Geschwindigfeit besißen*) und zwar eine Stuffe welche der beinahe gleich ist, welche zum Glühen er- fordert wird; aber um ihn im Dunkeln auf eine merkliche Art zu erschüttern, reicht eine schwächere Bewegung zu.

Die Flamme ist nicht gleich leuchtend, auch nicht Übereins gefärbt?); man sieht oft in dem nemlichen Brennpunkte pomeranzenfarbene, gelbe, blaue, vio- lette, grüne, rothe u, a. Ströhme; wie- solche aber

auch

0)In gewissen Fällen fühlt man lange vorher Hiße, ehe das Licht erscheint, in andern sicht man lange zuvor Licht, ehe die Hitze fühlbar wird. Was ist hieraus für ein Schluß zu ziehn? Kein anderer, als, daß das Licht durch verschiedene Ursachen erschüt» fert werden iann, und es wird dies nicht weniger durch die elektrische, als durch die feurige Flüßigkeit. Nun wird es jedesmal, wo es vor der Hiße vorher- geht, durch die erstere, wo es ihr folgt, durch die lestere, von diesen Flüßigkeiten in Bewegung geseßt.

p) Boerhaave macht aus dem Feuer ein einfa- hes Wesen, indem er die feurige Flüßigkeit mit dem Lichtstoffe zusammennimmt; nachher macht er ein zu- sammengeseßtes Wesen daraus, indem er sich der Newtonschen Farbenlehre erinnert.So, sagt er, bemerkt man am Feuer, ob es gleich einfach ist, doch in drei Rücksichten Verschiedenheiten: x) in Anse- bung seiner sieben verschiedenen uranfanglichen Far- ben, 2) in Ansehung der Art, wie es zurückgewore- fen und gebrochen wird, 3) in Ansehung der Art, Wie die Seiten eines nemlichen Strahls durch den Jslandischen Krystall verändert werden, Anfangs- gründe der Chemie.