mr 22 0.
men zu ebf: so verfahre man wie folgt: Man ste>e in einer Entfernung, in welcher die Höhe der Stange no< hinreicht um'geschen zu werden, dieselbe ein, und verfahre ge- nau, so wie oben angezeigt ist, Hierauf seße man in das Lo<, in welchem die Nivellir- stange ste>te, das Instrument, und verfahre wie vorher. Dieses seßt man so lange fort, bis die Fläche bis zu ihrem Endpunkte nivellirt ist. Addirt man nun die sämmtlichen ge- fundenen Abweichungen zusammen, so“ hat man in der Summe die Abweichung der ganzen Fläche von der horizontalen Linie, d. h. man hak dieselbe nivellirk. Z.B. Die Fläche a b Fig. C C foll nivellirt werden, Man seße zuerst in.a das Instrument, und suche die Ab- weichung der Fläche a s, nach der vorangeführten Weise, sie sey 8 5= 8“(denn s g ist die Höhe des Statives). Hierauf seße man'das Instrument in den Punkt ws, die Nivellir- stange aber nach 3, und suche für diese Fläche, wie vorher, die Abweichung; sie sey€ 8= 2". Endlich seßke man das Instrument in 5, die Nivellirstange aber na<m b, und messe auf die- selbe Weise wie zuvor die Abweichung+= x Fuß 38“, so ist die Abweichung der Fläche ab, von der horizontalen Fläche gleich der Summe aller Abweichungen, alo T8y+ es Jug S14+ 2+ 11802544 6
Wollte man die schiefe Fläche a b Fig. C€ auf die horizontale Fläche b ec reduciren, so verfahre man wie beim nivelliren, und messe- nachdem man die Abweichung der Fläche von der horizontalen Ebene gefunden hat, die Entfernung von a bis b, so ist die horizon- tale Ebene, auf welche a bd. reducirt werden soll, d. h., bc= ad und ad V(ab?-=- pb 42). Geseßt es sey ba=8", ab sey 20', Po ist ad= V(20?=-,46?)= 1V/(400 ZB6):== W144.22 42 FUß:").
Man hätte also diesem allen zufolge, in dem oben beschriebenen Meßapparate, auf eine eben so wohlfeile als zweF&mäßige und bequeme Ark, einen Winkelhaken, einen Längen-, Horizontal- und Vertifalwinkelmesser, einen Diametralmesser und Nivellir- Instrument, folglih in ihm alle dem praktischen Landmanne und Forstmanne nothwendi- gen Meßinstrumente. Keine schwierigen, oft in der Jdee nur möglichen Verschiebungen, wie z. D. an dem Dendrometer des Herrn Professor Merrem, finden bei dem voxgeschla- genen Meßapparate statt, keine Verbiegung paralleler Schenkel, wie bei dem Universalmesser
») Die Reduktion der schiefen Ebenen auf horizontale, ist für den Forst= und Landmann gleich wichtig, denn jede schiefe Ebene, deren Quadratinhalt man hinsichtlich des Ertrages von Bäumen und andern hoch wachsenden Vegetabilien zu erforschen sucht, ist anbediagt noth- wendig auf die Horizontalebene: zu redueiren, wenn man nicht sonst auf sehr bedeutende und nachtheilige Fehler stoßen will. Alle Vegetabilien wachsen in Rücksicht des Horizontes senk- recht aus der Erde, und die schiefe Fläche, obgleich größer an und für sich selbst, als die ihr correspondivende horizontale, giebt daher keinesweges einen größern Raum für die Pflanzen.
da


