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Der Viehstand hat durch die gar zu großen Felder viel gelitten. Das nahe gelegene Land ist al⸗ les in Felder verwandelt worden; das Vieh muß also sehr weite Wege bis zu den Weideplaͤtzen ma⸗ chen. Diese Weiden sind sehr verengt und weniger
Sedrdeh Guter Boden traͤgt freilich gutes Korn, aber auch gutes Gras, welches nahrsam ist. So aber EI bleibt der schlechte Boden allein zum Graswuchs 00 e. und zur Weide, und disser Mangel an Weide tritt UEW gerade zu der Zeit ein, wann das Vieh, die meiste 0, Milch geben soll, von George bis alt Johannis, in der Zeit, da das Vieh volle Nahrung haben sollte, Me weil es oft ausgehungert und abgezehrt, von den 00 uf Staͤllen kommt. Unsere Fruͤhlinge sind zu kurz und 5 4 zu kalt, unsere Herbste zu naß; es kann daher, wenn sehr große Felder vorhanden sind, keine Arbeit zu UW anderweitigen wichtigen Verbesserungen unternom— men werden. Alle Zeit geht, besonders in schlech— 400 ten Jahren, auf den Ackerbau und dessen Bestel— I. lung hin. Auf Verbesserung der Heuschlaͤge, aus 9 denen doch eigentlich der Segen auf den Acker W 6 kommen soll, kann nicht die noͤthige Arbeit ange— y wendet werden, und eben so wenig auf andere I Gegenstaͤnde, die von großem Nutzen waͤren. n
In Kurland sind viel zu wenig Menschen. Auf*
einem Flaͤcheninhalt von siebenhundert und funf⸗ 50
zig Quadratmeilen leben vierhundert acht und vier⸗


