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Er sagt mit Recht bey sich selbst: da wird nichts wachsen; meine Muͤhe ist vergebens. Und geraͤde die aͤußerst sorgfaͤltige Bearbeitung eines magern Ackers, kann demselben zum bessern Ertrage foͤrderlich seyn. Ein fettes Land braucht so fleißige Bearbeitung nicht; die vielen Modertheile in demselben, ersetzen den Mangel der sorgfaͤltigen Bearbeitung. Die Aufseher sind auch nicht im Stande, eine ungeheuer große Ackerflaͤche zu uͤbersehen, und auf alle Stel⸗ len, ein aufmerksames Auge zu richten. Es ist auch ein kleineres Feld geschwinde besaͤet und abge— erndtet, indem ein großes vielmehr Regen aushal— ten muß, bis es vollstaͤndig bearbeitet ist. Bey einem kleinen Felde kann man sich, wenn man, eine angemessene Zahl an Menschen und Pferden hat, sehr genau nach der Witterung richten. Dort, bey dem großen Felde, muß man saͤen, pfluͤgen und erndten, wenn man Zeit hat, ohne sich um an— dere obwaltende Umstaͤnde bekuͤmmern zu duͤrfen. Endlich, wie viel verliert des Bauern Feld, an regu⸗ lairer Bearbeitung, wenn die Hofesfelder gar zu groß sind. Es giebt Aecker, deren guter Ertrag bloß an eine gewisse Zeit gebunden ist. Muß nun aber der Bauer sehr lange Zeit, auf den Hofesfeldern zu— bringen, so vergeht daruͤber seine Saͤe⸗ und Maͤhe⸗ zeit, und der Wind schlaͤgt seine reifen Koͤrner aus den Aehren.


