Teil eines Werkes 
1 (1804) Erster Theil, welcher den Ackerbau in sich faßt
Entstehung
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nen, sind oft rein verloren. Man denke an das dreymalige Pfluͤgen, Eggen, Graben, Zaͤune⸗ machen, Maͤhen, Harken u. s. w. Wenn nun 5 der Pfluͤger umsonst seine Furchen zieht, der Maͤ⸗ her vergebens arbeitet, und oft fast lauter Schmel und Trespe erdroschen wird. Wie viel koͤnnte durch diese verlorne Kraft gewonnen werden, wenn sie auf einen Gegenstand gerichtet waͤre, oder fortdau⸗

renden Nutzen bringt. Ich will nur ein Beyspiel anfuͤhren: Vierzehn Loof Reeschen in jedem Felde, 19 0 davon zwey jaͤhrlich bearbeitet werden, machen zu⸗ b sammen acht und zwanzig Loofstellen. Diese drey⸗ 600 mal gepfluͤgt, betragen vier und achtzig Loofstellen. Ein Wirth, der also vier Pfluͤge staͤrk ist, hat jaͤhr⸗ lich fuͤr jeden Pflug ein und zwanzig Loofstellen zu U bearbeiten. Diese vier und achtzig Loofstellen muͤs V sen auch geegget werden; die andern Arbeiten nicht gerechnet, so ist die Arbeit des Pfluͤgens allein schon 0 auf einem magern Acker, ein Zeitverlust von drey Wochen. 10 ö Ein gar zu großes Feld kann unmoͤglich so gut 0 eingearbeitet und so rein geerndtet werden. Jemehr 6 der Bauer in seiner Reesche zu bearbeiten hat, de⸗*

stomehr wird er sich Nachlaͤßigkeiten im Pfluͤgen, Eggen, Maͤhen und Harken erlauben. Sein eige⸗ nes Feld liegt ihm im Sinn; und wie viel ernstli⸗ chen Fleiß wird er auf ein schlechtes Land richten..