Teil eines Werkes 
1 (1804) Erster Theil, welcher den Ackerbau in sich faßt
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen

15 chen laͤßt, sondern alles auf gleiche Art und Zeit bearbeitet werden muß.

Sehr große Felder noͤthigen die Landwirthe, um das Feld moͤglichst in Ordnung zu halten, die vorhandene Duͤngung sehr duͤnne auszuroͤffeln, daß mit dem zweyten Korn, das man dahin saͤt, schon alle Kraft wieder verschwunden, und der eigent⸗ liche Vortheil, den die Duͤngung erzeugen soll, gaͤnzlich verloren ist. Auf dasselbe Stoͤck wird erst im siebenten oder zehnten Jahre wieder Duͤn gung gebracht. Man haͤlt das schon fuͤr eine gut eingerichtete Wirthschast, wo im sechsten Jahre die Duͤngung hingebracht wird. Wie aber, wenn das erst im zwoͤlften oder funfzehnten Jahre geschieht? Dann ist von der wenigen Duͤngung keine Spur mehr vorhanden. Wie kann da die Natur des Ackers durch Duͤngung verbessert werden? Das ist aber der Endzweck der Duͤngung: nicht allein im Anfange reichlichern Ertrag der Erdfruͤchte zu erhalten, sondern die Natur des Bodens zu ver⸗ bessern, es so einzurichten, daß aus dem schlechten Acker ein guter werde, und daß die Krume mehr Moder erhaͤlt. n

Welcher unersetzliche Verlust ist an Kraft und Arbeit, bey unmaͤßig großen Feldern unvermeid⸗ lich. Die Kraͤfte eines Landgutes, die auf eine sehr nuͤtliche Art haͤtten angewendet werden koͤn⸗